Innovationen für den Straßenbau seit 1925!

Geschichte

Um die Jahrhundertwende begann das Automobil nach und nach Pferd und Wagen von unseren Straßen zu verdrängen.

Nach dem ersten Weltkrieg und den folgenden Inflationsjahren wurde es auch in Deutschland notwendig, die staubigen, wassergebundenen Straßen, aber auch die Straßen mit grobem Steinpflaster für das Automobil und damit für den schnelleren Verkehr von der Oberfläche her neu zu gestalten.

Bei der Suche nach geeigneten Materialien für eine glatte widerstandsfähige Belagschicht stieß man auf ein „Abfallprodukt“. Dieses Abfallprodukt nennt sich Bitumen. Es fällt als Rückstand bei der Erdöldestillation in großen Mengen an. Da die Verarbeitung des Bitumen damals sehr aufwendig war, wurde die Idee geboren, Bitumen flüssig in Form einer Emulsion aufzubringen.

Chronik einer Erfolgsgeschichte

So entstand 1925 als einer der ersten Bitumenemulision-Hersteller die Deutsche Vialit Gesellschaft m.b.H., die am 11.11.1925 in Beuel am Rhein gegründet wurde. Bereits im Vorfeld wurden 1923 das Grundstück und die Gebäude von der "Chemischen Actiengesellschaft Beuel" erworben, die bis zum Kauf der Herstellung von Seife dienten. Auch heute noch stellen die Verwaltungsgebäude und die industriellen Anlagen in Beuel den Hauptstandort des Unternehmens in Deutschland dar - jedoch werden hochwertige Bitumenemulsionen hergestellt.

Schnelles Wachstum führte dazu, dass im Jahr 1926 der Anschluss an die Industriebahn Beuel-Grossenbusch vorgenommen wurde und so die Versorgung mit Bitumen im Kesselwagen erfolgen und die Produktion ausgebaut werden konnte. Schon zwei Jahre nach der Firmengründung lieferte die Deutsche Vialit Gesellschaft m.b.H. 30.000 t Bitumenemulsionen an die Behörden, die für unsere Straßen zuständig waren. Ende der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurden die Geschäftsaktivitäten ausgedehnt und es wurden Betriebsstätten in Brunsbüttel, Fürstenberg an der Oder und Braunau am Inn gegründet. 

Vialit 1925
   

Bereits im Jahre 1932 erfolgten die ersten Eintragungen zum Patent für das „Verfahren zur Herstellung von stabilen bituminösen Dispersionen“, was die frühe Forschungsarbeit und die praxisorientierte Ausrichtung des Unternehmens bis heute aufzeigt. Im Jahre 1937 wurde ein weiterer Standort in Ostritz in der Oberlausitz gegründet und so das Vertriebsnetz erweitert.

In den Kriegsjahren 1939-1945 sowie danach musste das Unternehmen einige Rückschläge hinnehmen. Während des Krieges wurde die Deutsche Vialit Gesellschaft m.b.H. als wehrtechnisches Unternehmen gefördert, jedoch danach durch die Siegermächte stillgelegt. In den westlichen Besatzungsgebieten konnte der Betrieb in Bonn bereits 1946 wieder aufgenommen werden. Im Osten wurde der Betrieb in Fürstenberg an der Oder durch die Sowjetische Armee entkernt und alle Betriebsanlagen entfernt und abtransportiert. Die Niederlassungen im Osten Deutschlands wurden durch die Regierung der DDR enteignet und in Volkseigene Betriebe umgewandelt. Bis heute erinnert in Fürstenberg eine Vialit Straße an die Jahre, an denen die Deutsche Vialit Gesellschaft m.b.H. dort aktiv war, aber auch an die Wertschätzung, die der Deutsche Vialit Gesellschaft m.b.H. als Arbeitgeber entgegengebracht wurde.

In den 60er Jahren wurde das Produktportfolio zwischenzeitlich auf Klebstoffe für Wand und Boden sowie auf Spachtelmassen auf Zementbasis ausgedehnt.

Nach dem Wirtschaftsaufschwung und Jahren mit wechselnden Gesellschaftern aus England und der Schweiz wurde das Unternehmen Ende 1990 im Rahmen eines „Management Buy Out“ durch die heutigen Inhaber übernommen und weitergeführt. Es wurde verstärkt in Forschung und Entwicklung investiert und so hat sich die mittlerweile international aufgestellte Vialit-Gruppe als einer der Qualitäts- und Innovationsführer im Markt für „kalt“ zu verarbeitende Asphalte etabliert.